Print Friendly, PDF & Email

Wenn ein Vermögensverwalter Drittprodukte verkauft (Fonds, Strukturierte Produkte, Neuemissionen usw.) oder über eine Bank Börsengeschäfte tätigt, erhält er von Banken bzw. Fondsgesellschaften Retrozessionen (Kick-backs). Auch Banken bekommen Retrozessionen, wenn sie für ihre Kunden bei Drittinstituten Produkte kaufen. Seit Jahrzehnten ist laut OR Art. 400 Abs. 1 klar, dass Retrozessionen, Kick-backs, Finder’s Fees (also Zahlungen für die Geschäftsvermittlung) und ähnliche Zahlungen dem Vermögensverwaltungskunden geschuldet sind. Ein Bundesgerichtsurteil vom März 2006 präzisiert, dass ein Vermögensverwalter Retrozessionen nur behalten darf, wenn der Kunde dies ausdrücklich erlaubt und auch bezüglich dem Umfang seines Verzichts konkret aufgeklärt wird.

Begriffs-Nr.: 692

Englisch: Kickbacks (505)

Quelle: Swiss Fund Guide 2010 m. e. E., 20.04.2010

Hinweis: Die Inhalte dieser Terminologiesammlung Lawpedia® mit Schwergewicht Wirtschaftsrecht (insb. Finanzmarktrecht) wurde mit grösster Sorgfalt recherchiert und auf Basis einer umfangreichen Lernkartei, Schulungsunterlagen und Literatur zusammenstellt. Die verschiedenen Quellen (soweit diese eruierbar waren) ersehen Sie bei den Abkürzungen und Quellenangaben. Hinweise auf weitere Quellenangaben werden gerne entgegengenommen. Trotz der Sorgfalt kann der Anbieter keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereit gestellten Informationen übernehmen. Die Informationen sind insbesondere auch allgemeiner Art und stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.