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Gewohnheitsrecht ist ungeschriebenes objektives Recht, welches auf einer längeren Zeit andauernden, ununterbrochenen und auf Rechtsüberzeugung beruhenden Übung gründet. Gewohnheitsrecht kann geschriebenes Gesetzesrecht jedoch nicht derogieren. Voraussetzung für das Vorliegen von Gewohnheitsrecht ist das Vorliegend einer Lücke im geschriebenen Recht und das Bedürfnis, diese Lücke auch füllen zu wollen. Notwendig zur Anwendung von Gewohnheitsrecht zur Lückenfüllung sind somit die dauernde gesamtschweizerische Übung und die bestehende Rechtsüberzeugung (Überzeugung von der rechtlichen Verbindlichkeit).

Begriffs-Nr.: 388

Englisch: Common law (172)

Quelle: LK-Lötscher, 11.05.2020

Hinweis: Die Inhalte dieser Terminologiesammlung Lawpedia® mit Schwergewicht Wirtschaftsrecht (insb. Finanzmarktrecht) wurde mit grösster Sorgfalt recherchiert und auf Basis einer umfangreichen Lernkartei, Schulungsunterlagen und Literatur zusammenstellt. Die verschiedenen Quellen (soweit diese eruierbar waren) ersehen Sie bei den Abkürzungen und Quellenangaben. Hinweise auf weitere Quellenangaben werden gerne entgegengenommen. Trotz der Sorgfalt kann der Anbieter keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereit gestellten Informationen übernehmen. Die Informationen sind insbesondere auch allgemeiner Art und stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar.

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